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Zum Ende der Seite springen Jim Thompson (1906-1977)
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Mr.Purple Mr.Purple ist männlich
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Dabei seit: 12.07.2007
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Jim Thompson (1906-1977) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Zitieren Diesen Beitrag editieren/löschen Ändern Diesen Beitrag einem Moderator melden Melden       Zum Anfang der Seite springen

Über eine Auswahl von Romanen Jim Thompsons.

Vorbemerkung: In der eigentlichen Fassung wurden Zitate aus den Romanen Thompsons eingefügt, um die Ästhetik des Autors zu verdeutlichen; diese dürfen wohl jetzt entfallen. Die besprochenen Werke sind "Getaway", "The Grifters", "Wild Town", "After Dark, My Sweet", "Pop. 1280", "The Killer inside Me", "Recoil" sowie "The Nothing Man".

1)
"Getaway", so der Name des wohl berühmtesten Romans aus der Feder James Meyers Thompsons, stellt mit Carter "Doc" McCoy bereits einen ganz typischen Protagonisten der Prosa des Autors vor.
Carter McCoy, dass ist einer jener Verbrecher, denen Gewalt recht, sofern sie ihnen als das nötige Mittel erscheint; Der Banküberfall, mit dem der in den späten 50.er Jahren verfasste Roman beginnt, ist nichts ungewöhnliches mehr, sondern, obgleich McCoy die letzten 4 Jahre im Gefängnis verbrachte, erschreckende Gewohnheit. Man dürfte diese Tätigkeit, und darin erinnert er an eine Vorlage für Richard Starks Parker, als seinen "Beruf" bezeichnen.
In einem anderen Roman Thompsons ist ebenfalls ein Verbrecher der "Held" der Geschichte. "The Grifters" heißt dieser Roman, der zu Beginn der 60.er Jahre entstand und mit Roy Dillon einen Trickbetrüger als Protagonisten präsentiert, der sein Dasein in Los Angeles fristet und im satirisch gefärbten Ende von seiner eigenen Mutter erschossen wird.
Diesem Ende steht das sozialkritische Finale in "Getaway" gegenüber, in dem klar wird, dass das Leben in El Rey nur mit großen Mengen von Geld zu bewerkstelligen ist. Den zu erwartenden Tod begrüßen die beiden Verbrecher, McCoy und seine Frau Carol in lakonischer Art und Weise, indem sie einen Trinkspruch auf ihn ausbringen.
Thompsons Protagonisten scheinen von Beginn an auf ihr Ende zu warten, ob sie nun eher aktive oder passive Figuren sind, spielt dabeikaum eine Rolle.
Diese These darf nicht nur für Carter und Carol McCoy gelten, sondern auch für die offfensichtlich geisteskranken Charaktere wie z.B Lou Ford aus dem Roman "The Killer inside Me".
Andere Charaktere, sehr wenige der Zahl nach, lässt Thompson
davonkommen, vermutlich, weil sie nicht das "Potenzial" anderer Soziopathen seiner Prosa besitzen; als Beispiel sei nur Pat Cosgrove aus "Recoil" genannt. Cosgrove versuchte als Jugendlicher eine Bank auszurauben, ein Verbrechen, bei dem niemand körperlichen Schaden nahm; dennoch sitzt er für einen weitaus längren Zeitraum in Haft, als er das eigentlich sollte. Drei Kategorien sind es, in die sich die Protagonisten des Autors einteilen lassen: Zum einen die Berufsverbrecher wie McCoy und Dillon, im weiteren die "harmlosen" wie Cosgrove und schlussendlich die psychopathisch veranlagten Figuren wie der bereits erwähnte Lou Ford.

(später mehr... smile )

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31.05.2011 12:56 Mr.Purple ist offline E-Mail an Mr.Purple senden Beiträge von Mr.Purple suchen Nehme Mr.Purple in deine Freundesliste auf
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